Fassregale und Abfüllstellen für die liegende Fasslagerung
Fassregale und Abfüllstellen verbinden zwei Aufgaben in einem Gerät. Sie lagern Fässer liegend und ermöglichen zugleich das saubere Abfüllen über einen Zapfhahn. Unter dem Fass sitzt eine flüssigkeitsdichte Auffangwanne. So bleibt jeder Tropfen, der beim Abzapfen daneben geht, sicher in der Wanne und nicht auf dem Boden.
Das liegende Lagern hat einen praktischen Grund. Mit dem Zapfhahn unten lässt sich das Fass restlos und tropfarm entleeren. Solche Stationen sind ein fester Bestandteil im Gefahrstofflager und ergänzen Auffangwannen, Gefahrstoffregale und das passende Fass-/Kanister-Handling.
Wofür eignen sich Fassregale und Abfüllstellen?
Diese Stationen sind überall dort sinnvoll, wo regelmäßig aus Fässern abgefüllt wird.
- Öle, Schmierstoffe und Kühlmittel zum täglichen Entnehmen
- Lösemittel, Reiniger und Chemikalien im Kleingebinde
- Betriebsstoffe, die portionsweise in Kanister abgefüllt werden
- Sammeln und kontrolliertes Ablassen von Altstoffen
Mehrere Module lassen sich übereinander stapeln, sodass bis zu drei Lagerebenen entstehen. So nutzen Sie die Höhe und schaffen mehrere Abfüllplätze auf kleiner Fläche.
Aufbau und Material
Eine Abfüllstation ist klar aufgebaut. Unten liegt die Auffangwanne, darauf ruhen die Fässer in Fassauflagen oder Fassböcken. Vorne sitzt der Zapfbereich mit Hahn.
- Auffangwanne aus Stahl oder PE, flüssigkeitsdicht
- Fassauflagen für die liegende, sichere Lagerung
- Zapfhahn für tropfarmes Abfüllen
- stapelbare Module für mehrere Ebenen
Für entzündbare Flüssigkeiten ist eine ableitfähige Ausführung mit Erdung wichtig. Bei aggressiven Säuren und Laugen kommt PE oder Edelstahl statt verzinktem Stahl zum Einsatz.
Abfüllstation oder einfache Auffangwanne?
Hier lohnt der Vergleich. Eine einfache Auffangwanne ist günstig und flexibel, beim Abfüllen müssen Sie das Fass aber selbst kippen oder eine Pumpe nutzen. Die Abfüllstation lagert das Fass liegend und macht das Abzapfen über den Hahn einfach und sicher.
Als Faustregel gilt: Wird selten umgefüllt, reicht die Wanne plus Pumpe. Wird täglich aus demselben Fass entnommen, spart die feste Abfüllstation Zeit und senkt das Risiko von Verschüttungen deutlich. Sie ist die ergonomische Lösung für den Dauerbetrieb.
Vorteile und Grenzen von Abfüllstellen
Die Vorteile liegen im sicheren und sauberen Abfüllen. Der Zapfhahn am liegenden Fass ermöglicht eine restarme Entnahme ohne Heben und Kippen. Die Auffangwanne hält Tropfen und Leckagen zurück. Stapelbare Module sparen Fläche und schaffen mehrere Abfüllplätze. Das schont Mitarbeiter und Umwelt.
Die Grenzen liegen im Platzbedarf und in der Bindung an einen festen Ort. Eine Abfüllstation steht fest und eignet sich weniger für wechselnde Standorte. Sie lohnt sich vor allem bei häufigem Abfüllen. Außerdem muss das Material zum Stoff passen, und bei entzündbaren Flüssigkeiten sind Erdung und Brandschutz zu beachten.
Ergonomie und Arbeitssicherheit
Eine gut geplante Abfüllstelle entlastet die Mitarbeiter spürbar. Die Fässer liegen in bequemer Arbeitshöhe, sodass kein schweres Heben nötig ist. Der Zapfhahn lässt sich gut erreichen, und der abgefüllte Kanister steht sicher in der Auffangwanne. Das senkt das Risiko von Rückenschäden und Verschüttungen. Für entzündbare Stoffe sorgt eine Erdung dafür, dass keine statische Aufladung entsteht. Eine ausreichende Beleuchtung am Abfüllplatz hilft, Tropfen und Leckagen früh zu erkennen. Wichtig ist auch ein griffbereites Bindemittel, falls doch einmal etwas danebengeht. Wer regelmäßig abfüllt, sollte die Station so anordnen, dass kurze Wege entstehen und volle Kanister leicht weggetragen werden können. So wird das Abfüllen nicht nur sicherer, sondern auch schneller. Eine durchdachte Anordnung spart über das Jahr viel Zeit und schützt zugleich Mensch und Umwelt. Achten Sie darauf, dass der Zapfhahn dicht schließt und nicht nachtropft, denn schon kleine Mengen summieren sich über die Zeit. Halten Sie passende Trichter und Auslaufhilfen bereit, damit die Flüssigkeit gezielt in den Kanister läuft. Prüfen Sie die Auffangwanne regelmäßig, ob sie dicht ist und keine Flüssigkeit darin steht. Eine volle Wanne verliert ihre Schutzwirkung und muss geleert werden. Bei aggressiven Stoffen tragen die Mitarbeiter passende Schutzhandschuhe und eine Schutzbrille. So wird das Abfüllen zur Routine, die sicher und sauber abläuft. Wer den Arbeitsplatz ordentlich hält, vermeidet Verwechslungen und schützt zugleich die Gesundheit der Beschäftigten und die Umwelt zuverlässig. Stellen Sie für jeden Stoff einen festen Platz bereit und beschriften Sie ihn klar, damit es nie zu einer Verwechslung kommt. Eine saubere, gut beleuchtete Abfüllstelle ist die Grundlage für sicheres und schnelles Arbeiten im Alltag.
So planen Sie Ihre Abfüllstelle
Klären Sie zuerst, welcher Stoff in welcher Menge abgefüllt wird und wie oft. Danach richten sich Material, Wannenvolumen und Zahl der Ebenen. Achten Sie auf eine ableitfähige Ausführung bei entzündbaren Stoffen. Für die passende Lösung im Bereich Sicherheit und Umwelt und die richtige Bodenschutzwanne für die Umgebung beraten wir Sie gern.