Auffangwannen für die sichere Gefahrstofflagerung
Auffangwannen fangen auslaufende Flüssigkeit auf, bevor sie in Boden, Grundwasser oder Kanalisation gelangt. Sie stehen unter Fässern, Kanistern oder Kleingebinden mit wassergefährdenden Stoffen wie Öl, Lack, Säure oder Lauge. Läuft ein Behälter aus oder bricht er, sammelt die Wanne die Flüssigkeit sicher. So schützen Sie Umwelt und Mitarbeiter und erfüllen Ihre gesetzlichen Pflichten beim Umgang mit Gefahrstoffen.
Auffangwannen gehören zum Bereich Sicherheit und Umwelt der Betriebseinrichtung. Wer viele Gebinde übereinander lagern will, ergänzt sie mit Gefahrstoffregalen, die in jeder Ebene eine integrierte Wanne haben. So lassen sich Einzelwannen und Regale je nach Menge sinnvoll kombinieren. Schon eine einzelne Wanne unter einem Fass erfüllt ihren Zweck, während größere Lager von mehreren Wannen oder einem Regal profitieren. Wichtig ist, dass jede Wanne zum Stoff und zur Menge passt.
Wofür eignen sich Auffangwannen?
Eine Auffangwanne ist immer dann Pflicht, wenn wassergefährdende Stoffe gelagert oder abgefüllt werden. Sie passt sich an die Größe der Gebinde an, vom einzelnen Fass bis zur kleinen Flasche.
- 200-Liter-Fässer, einzeln oder mehrfach
- Kanister von 5 bis 60 Litern
- Kleingebinde, Flaschen und Dosen
- Abfüllplätze und Maschinen mit Ölverlust
Mit einem Gitterrost wird die Wanne zur ebenen Standfläche. Behälter stehen trocken, und ausgelaufene Flüssigkeit sammelt sich sicher darunter. So bleibt der Arbeitsbereich sauber und rutschfrei.
Stahl oder Kunststoff?
Das Material entscheidet, welche Stoffe Sie sicher lagern. Beide Bauarten haben klare Einsatzbereiche, und die falsche Wahl kann die Wanne im Lauf der Zeit zerstören.
- Stahlwannen: für Öle, Schmierstoffe und brennbare Flüssigkeiten. Stabil und feuerfest, aber empfindlich gegen Säuren.
- Kunststoffwannen (PE): für aggressive Säuren und Laugen. Beständig gegen Chemie, aber nicht für brennbare Stoffe geeignet.
Wählen Sie das Material immer passend zum Stoff. Eine Stahlwanne unter Säure würde mit der Zeit durchrosten und ihre Aufgabe verlieren. Eine Kunststoffwanne unter brennbaren Stoffen wäre im Brandfall ein Risiko.
Das richtige Auffangvolumen
Das Auffangvolumen ist der wichtigste Wert einer Wanne. Es muss mindestens dem Inhalt des größten gelagerten Behälters entsprechen. Bei mehreren Gebinden verlangt der Gesetzgeber oft einen Anteil der Gesamtmenge, je nach Stoff und Lagerort. Im Zweifel hilft ein Blick in das Sicherheitsdatenblatt und die örtlichen Vorgaben.
- Volumen mindestens so groß wie der größte Behälter
- bei mehreren Gebinden anteilige Gesamtmenge beachten
- Reserve einplanen für sicheren Betrieb
Prüfen Sie vor dem Kauf, welche Mengen Sie lagern, und wählen Sie die Wanne mit ausreichendem Volumen. Lieber etwas größer als zu knapp.
Worauf Sie bei der Nutzung achten sollten
Stellen Sie die Wanne auf einen ebenen, tragfähigen Untergrund. Kontrollieren Sie regelmäßig, ob sie dicht und frei von Schmutz und Wasser ist. Eine volle oder verschmutzte Wanne kann auslaufende Stoffe nicht mehr aufnehmen und verliert ihre Schutzwirkung.
Lagern Sie nur Stoffe gemeinsam, die sich vertragen. Trennen Sie Säuren von Laugen und brennbare von brandfördernden Stoffen. Mit einem Gitterrost halten Sie die Standfläche eben und sicher. Für viele Gebinde auf wenig Fläche bieten sich die Gefahrstoffregale an, die mehrere Wannen übereinander bündeln.
Zubehör und Pflege der Auffangwannen
Mit dem passenden Zubehör nutzen Sie eine Auffangwanne sicherer und länger. Ein Gitterrost schafft eine ebene Standfläche und hält die Behälter trocken. Auffahrrampen erleichtern das Einfahren schwerer Fässer mit dem Hubwagen. Abfüllaufsätze und Fassauflagen helfen beim sicheren Umfüllen, ohne dass etwas danebenläuft.
Pflegen Sie die Wanne regelmäßig. Entfernen Sie Schmutz, Wasser und ausgelaufene Reste, damit das volle Auffangvolumen erhalten bleibt. Prüfen Sie Stahlwannen auf Rost und Kunststoffwannen auf Risse oder Verformung. Eine beschädigte Wanne sollten Sie austauschen, denn sie kann auslaufende Stoffe nicht mehr sicher halten. So bleibt die Wanne über Jahre einsatzbereit und schützt zuverlässig.
Achten Sie schon beim Kauf auf die spätere Handhabung. Schwere Fässer lassen sich leichter über eine Auffahrrampe einfahren, statt sie zu heben. Wannen mit herausnehmbarem Gitterrost sind einfacher zu reinigen. Wenn Sie regelmäßig umfüllen, lohnen sich Wannen mit Abfüllaufsatz. So wählen Sie nicht nur das richtige Volumen und Material, sondern auch eine Wanne, die sich im Alltag bequem und sicher nutzen lässt.
Die Vorteile auf einen Blick
- fängt auslaufende Stoffe sicher auf
- schützt Boden, Wasser und Mitarbeiter
- Stahl für Öle, Kunststoff für Säuren und Laugen
- für Fässer, Kanister und Kleingebinde
- mit Gitterrost als ebene Standfläche
- erfüllt die Pflichten zur Gefahrstofflagerung
Welche Wanne und welches Volumen Sie genau brauchen, hängt vom Stoff und der Menge ab. Unser Team berät Sie gern bei der Auswahl.