Rungenwagen für langes Material
Ein Rungenwagen ist ein Transportwagen mit offener Ladefläche und senkrechten Rungen an den Seiten. Die Rungen sind hohe Stangen, die das lange Material seitlich halten und am Wegrollen oder Herunterrutschen hindern. So transportieren Sie Rohre, Profile und Stangen sicher, auch wenn sie vorne oder hinten überstehen. Der Rungenwagen gehört zur Gruppe der Wagen mit Wänden, nur dass die Wände hier aus einzelnen Rungen bestehen.
Typisch ist der Einsatz in Metallbau, Schreinerei, Handel und Lager. Überall, wo langes Gut bewegt wird, das auf einem normalen Wagen herunterfallen würde, ist der Rungenwagen die richtige Wahl. Weitere Bauformen für den Transport finden Sie bei den Transportwagen.
Wofür eignet sich ein Rungenwagen?
Der Rungenwagen ist immer dann richtig, wenn die Ladung lang ist und seitlich gehalten werden muss.
- Rohre, Stangen und Profile aus Stahl oder Alu
- Holzleisten, Bretter, Latten und Paneele
- Kabelkanäle, Schläuche und Rundmaterial
- Stabware und Halbzeuge im Handel
Die senkrechten Rungen begrenzen die Ladung seitlich. Bei vielen Modellen lassen sich die Rungen herausnehmen, sodass Sie die Ladefläche auch ohne Begrenzung nutzen oder breitere Ware aufnehmen. Lange Stücke dürfen vorne und hinten überstehen, wenn das Material es zulässt.
Material, Rungen und Räder
Rungenwagen bestehen meist aus einem geschweißten Stahlrahmen mit pulverbeschichteter Oberfläche. Die Rungen stecken in Aufnahmen am Rahmen.
- Rahmen und Rungen aus Stahl, pulverbeschichtet
- Rungen oft steckbar und herausnehmbar
- je nach Modell für mehrere hundert bis über tausend Kilogramm ausgelegt
Die genaue Traglast und die Länge der Ladefläche hängen vom Modell ab und stehen in der Produktbeschreibung. Für lange, breite Platten lohnt zusätzlich der Blick auf den Plattformwagen. Passende Räder für Ihren Boden finden Sie unter Räder und Rollen.
Rungenwagen oder Plattformwagen?
Beide Wagen haben eine offene Ladefläche, doch sie unterscheiden sich in der Begrenzung. Der Rungenwagen hat seitliche Rungen, die langes Gut halten. Der Plattformwagen hat eine freie Fläche ohne hohe Begrenzung.
- Rungenwagen: langes Gut wird seitlich von Rungen gehalten
- Plattformwagen: freie Fläche, ideal für Kisten und Stückgut
Faustregel: Was lang ist und seitlich wegrollen könnte, gehört auf den Rungenwagen. Kompaktes, stapelbares Gut fährt auf dem Plattformwagen leichter. Wer noch längere Ware bewegt, schaut beim Langmaterialwagen vorbei.
Vorteile und Grenzen
Der Rungenwagen löst ein klares Problem. Langes Material liegt sicher und rollt nicht weg, auch wenn es übersteht. Die steckbaren Rungen machen den Wagen flexibel, je nach Bedarf mit oder ohne Begrenzung. Die offene Bauweise erlaubt schnelles seitliches Beladen.
- langes Gut wird seitlich sicher gehalten
- Rungen meist steckbar und abnehmbar
- schnelles Beladen von der Seite
- robuste, pulverbeschichtete Stahlausführung
Grenzen gibt es bei der Ladung. Kleine, lose Teile fallen zwischen den Rungen heraus, dafür ist der Wagen nicht gemacht. Sehr schwere oder sehr lange Lasten brauchen ein passend ausgelegtes Modell, sonst droht Überlastung. Lange Ware, die übersteht, erfordert beim Fahren mehr Platz und Vorsicht. Für Stückgut ohne Überstand ist ein anderer Wagen besser.
Beladen, sichern und ergänzen
Verteilen Sie die Last gleichmäßig über die Ladefläche und über mehrere Rungen. Legen Sie schwere Stücke nach unten und sichern Sie rundes Material gegen Wegrollen. Halten Sie die angegebene Traglast und die maximale Länge ein. Ersatzrungen und Aufbauten finden Sie beim Transportwagen Zubehör.
Rundes Material wie Rohre rollt leicht, deshalb lohnt eine zusätzliche Sicherung mit einem Spanngurt über der Ladung. So bleibt das Gut auch in Kurven und beim Bremsen an Ort und Stelle. Steht die Ware vorne oder hinten über, markieren Sie das überstehende Ende, damit niemand dagegen läuft, und fahren Sie in engen Bereichen besonders vorsichtig. Prüfen Sie vor dem Beladen den festen Sitz der Rungen in ihren Aufnahmen, denn lockere Rungen geben dem Material zu wenig Halt. Bei sehr langen Stücken hilft ein zweiter Wagen oder eine zweite Person, damit die Ladung an beiden Enden geführt wird. Wählen Sie die Ladelänge so, dass Ihr typisches Material vollständig aufliegt. Eine Auflage über die gesamte Länge verteilt das Gewicht und verhindert ein Durchbiegen schlanker Profile. Denken Sie auch an die Wendigkeit, denn ein langer Wagen braucht in engen Hallen mehr Platz zum Rangieren. Im Zweifel ist ein etwas kürzeres Modell im Alltag oft praktischer. Wer verschiedene Längen fährt, profitiert von steckbaren Rungen, die sich an unterschiedliche Bündel anpassen lassen. Achten Sie zudem auf einen ebenen Boden ohne Schwellen, da langes Gut auf Unebenheiten leicht ins Schwingen gerät. Eine ruhige Fahrweise schützt das Material und die Rungen vor Stößen. Bei Fragen zur passenden Länge und Traglast hilft Ihnen unser Team gern weiter.